rauschen

heute sitze ich drinnen, weil drinnen ist die musik laut genug und die autos leise genug. außerdem bin ich sicher vor nicht-blicken.

und das andere knie schont weiter.

ich warte und deswegen bin ich

zu mir hat mal jemand gesagt, dass man nicht warten soll. jeder moment soll sich lohnen und das sein soll überhand haben. soll soll soll. ich denke mir, ich warte den ganzen tag, mache nebenbei, was ich ohnehin zu machen habe und jetzt, wo es immer noch nicht passiert ist, fühle ich mich immer noch gut und bin ganz aufgeregt. dafür warte ich eben gerne, egal, was andere sagen und mir empfehlen, wie ich es anders hätte ausmachen können, ohne so lange warten zu müssen.

willkommen im ausland

nach monatelangem nicht-raus-dürfen, fühlt sich selbst passau exotisch an. es fühlt sich so anders an & ich rechne mit allem. mit allem strengsten. der schengenraum hat mein vertrauen verloren und als ich die polizei beim aussteigen sehe, möchte ich sofort meinen wieder gefundenen pass zücken. doch nein, es ist bloß ein freundlicher hinweis, die maske vor mund & nase anstatt hals zu geben. und gleich darauf läuft im bayrischen radio falco & bob marley.

außerhalb der so gefährlichen bahnhofszone sehen menschen mein lächeln dann auch und ich sehe viele, innige umarmungen.

willkommen.

vorausschauend konsumieren

nur weil es gerade nichts zu tun gibt, heißt es nicht, dass ich essen muss. auch wenn viel essen da ist. ich trinke lieber tee mit gurkenscheiben, da ist auch essen drin.

spoiler: kurz darauf hab ich dann doch gegessen, so wahnsinnig gut wars wirklich nicht.

126-3

während bäume und mästen an mir vorbei rasen, bricht die lethargie wieder aus. erst vor kurzem habe ich bemerkt, gelernt, wie lethargisch ich bin. endlich habe ich das wort für den zustand gefunden, der meinen sonstigen charakter quert.

kein allein zu haus

ich möchte nicht nach hause und ich möchte auch keinen kaffee. ich mag sitzen & schauen & wieder warm werden. aufgeräumt sieht die welt wieder ganz anders aus.

freie zeit, freie fahrt

heute spaziere ich zug. wie lange habe das schon nicht mehr gemacht? lange. und wie lange werde ich das noch machen „können“? nicht lange. und deswegen fahre ich eben. und weil ich sowieso nicht nach hause will.