obacht vor dem contact-grant

ja, kann sein, dass ich heute grantig bin. ja, kann sein, dass ich vorhin grantig war. deshalb musst du mich jedoch nicht danach fragen. frage mich vor allem nicht, wenn es für mich eigentlich schon längst in der vergangenheit liegt. sonst fängt der grant nämlich von vorne an. und das könnte ganz schnell zu dir rüber schwappen.

aber manchmal geht es auch ohne

nach dem heißen schlederer in der früh folgt ein kalter kaffee zum abkühlen. später, in angenehmer temperatur, gönne ich mir einen espresso. aber wenn es schnell gehen soll, muss es wohl ein expresso sein. manchmal da ist es spät und dann brauche ich noch einen. oder sogar noch einen. oder sogar …

so komme ich durch den tag.

einmal & nie wieder

wenn etwas wirklich grauenhaft ist, dann sind es aale – weit ekelerregender als erbrochenes, egal von welchem lebwesen. dass ich bei dem einen film, den kinosaal nicht verlassen habe, obwohl aale die hauptdarsteller*innen* waren, darauf bin ich heute noch extrem stolz.

komische menschen

was willst du eigentlich hören, wenn du mich fragst, worüber ich gerade so nachdenke? was willst du eigentlich hören, wenn du mich fragst, was ich so mache? was willst du eigentlich hören, wenn du mich fragst, was mich so beschäftigt? und findest du nicht auch, solche fragen sollte man eher sitzend stellen?

wachsen & heilen

ich finde übrigens nicht, dass was kaputt gegangen ist. ich glaube, dass wir wachsen. manchmal du, manchmal ich, früher oder später trifft es uns aber dann doch beide. gerade jetzt finde ich das auch gut so. und morgen hoffentlich auch.

rauschen

heute sitze ich drinnen, weil drinnen ist die musik laut genug und die autos leise genug. außerdem bin ich sicher vor nicht-blicken.

und das andere knie schont weiter.

ich warte und deswegen bin ich

zu mir hat mal jemand gesagt, dass man nicht warten soll. jeder moment soll sich lohnen und das sein soll überhand haben. soll soll soll. ich denke mir, ich warte den ganzen tag, mache nebenbei, was ich ohnehin zu machen habe und jetzt, wo es immer noch nicht passiert ist, fühle ich mich immer noch gut und bin ganz aufgeregt. dafür warte ich eben gerne, egal, was andere sagen und mir empfehlen, wie ich es anders hätte ausmachen können, ohne so lange warten zu müssen.

willkommen im ausland

nach monatelangem nicht-raus-dürfen, fühlt sich selbst passau exotisch an. es fühlt sich so anders an & ich rechne mit allem. mit allem strengsten. der schengenraum hat mein vertrauen verloren und als ich die polizei beim aussteigen sehe, möchte ich sofort meinen wieder gefundenen pass zücken. doch nein, es ist bloß ein freundlicher hinweis, die maske vor mund & nase anstatt hals zu geben. und gleich darauf läuft im bayrischen radio falco & bob marley.

außerhalb der so gefährlichen bahnhofszone sehen menschen mein lächeln dann auch und ich sehe viele, innige umarmungen.

willkommen.