kein schneidersitz

auf der uni stehen acht couchen. drei sind schwarz, eine ist rot, zwei mit pflanzenmuster & zwei mit mustermuster. sie sind bequem und weich, aber es gibt nur wenige stellungen, die man länger aushält. polster beim kopf & füße hochgestellt ist ein muss. so hält man es aber dann auch eine stunde dreiunddreißig aus.

die perfekte schüssel

sie locken mit minus fünfzig prozent und meine kleptomanie bricht aus. s. isst vegan by accident und ich freue mich. ich nasche einen brokkoli und sie den rest. als sie fertig ist, seh ich das voll schöne schüsselmuster und das voll volle lokal und handle voll schnell.

badesalz und pfeffer

es gibt hündinnen, die bellen. eine davon haust gerade bei mir und ist neugierig und meistens lieb. vor allem lieb, wenn sie schläft, nicht zu sehr mit der leine zieht und mir ihren hundeblick schenkt, wenn ich verrückt werde. neugierig war sie, wie sich die badewanne mit wasser gefüllt hat und neugierig blieb sie, wie ich hinein stieg und mich entspannen wollte. entspannung pur kam aber erst mit türe zu. tut mir leid, pepper.

liebling aus prinzip

916,8 machts aus. die andere summer muss 200 ergeben. es ist gar nicht so einfach, dass sich am schluss beide summen ausgehen. am sonntag, meinem lieblingssonntag, bleiben von der einen summe 7 übrig, sodass ich die andere summe von den bestehenden 910 auf 917 aufrunden kann. dieser zufall macht den lieblingssonntag nicht zum liebling, sondern die reihenfolge von 17, 12 und 17.

morgengärtnern

eines der schlimmsten dinge im sommer: nächtliche mückenzimmermitbewohnerinnen.  um von ihnen zu fliehen, wandere ich ins nächste zimmer. die hoffnung war groß ihnen zu entkommen, doch die realität erwischt mich hart. zu lange spiele ich mit ihnen fangen und zu wenig komme ich zum schlafen. um vier uhr reichts aber dann und ich glaube die wunderwaffe gefunden zu haben: tomatenstrauchgeruch. ich geize aus, was ohnehin längst überfällig gewesen wäre, kann die mitbewohnerinnen damit aber immer noch nicht abwimmeln. der letzte ausweg? ins auto legen. gute nacht!

ein graus

es gibt einen tee, der heißt wie eine frau. den hasse ich. den tee, nicht die frauen. ich verschenke ihn, damit ich ihn nicht aus versehen erwische. die beschenkte freut sich und später ziehen sie und ich zusammen. nun landet der tee wieder in meinem zuhause und schafft es erst recht, dass ich ihn aus versehen erwische.

verwechslungsgefahr

es gibt drei männer, die sehen sich ident gleich. einer ist mein onkel, der andere mein professor. einer sitzt mir gegenüber und ich weiß nicht, wie und ob ich ihn ansprechen soll. ich ignoriere und warte. er geht und ich bleibe. es vergeht zeit und ich habe schon wieder vergessen. später kommt er wieder und mir bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zu kommunizieren. er erkennt mich nicht. jetzt weiß ich, wer er ist.