keine musikerin, for the wien

ich hol mir einen großen, sauren radler und warte auf die marlene. da greif ich das glas an und merke es knistert. nicht nur knistert es, sondern sabbert auch… jaja, da war klar, es ist undicht…

schnell wird retournier. nicht so schnell aber, dass ich nicht mehr mit einer anderen dame redn kann, die auch ganz schnell bestellt.

sie fragt mich: “ist es undicht?”

ich sage: “ja ja, ich hab mir mir einen großen, sauren radler geholt und auf die marlene gewartet. da greif ich das glas an und merke es knistert. nicht nur knistert es, sondern sabbert auch… jaja, da war klar, es ist undicht…

dann fragt sie mich: “bist du musikerin?”

-blatt

das fensterblatt ist schön & braucht viel platz. das merkt man aber nicht, wenn sie noch ein baby ist, schimmelt & zukunftsängste hat. gerettet, gewaschen & gebürstet, gegossen & ignoriert ist sie aber (wieder) schön und braucht viel platz.

kein schimmel weit und breit – frag ich mich jetzt wohin mit ihr?

es trifft mich am zeh

ich bin erwachsen, weil ich klappernde schuhe trage in schickem stil (beige, knöchelhoch, löchriges, offenes fake-leder mit schnurband). die komplimente überhäufen sich und ich strahle wie die sonne. ganz egal, dass es regnet, denk ich mir, diese schuhe übertreffen jedes unwetter. ich trete in die pedale und plötzlich spür ichs. ein regentropfen ist durch das loch auf den zeh. ein wunder, denk ich mir. das kann nur was gutes heißen.

surprise

es ist zeit die wolke aufzuräumen. ich räume herum, aber großteils lösche ich. ich finde vieles fades. viele ordner mit wenig dateien, manchmal sogar ganz leer. dann muss ich grinsen. wieder einmal ein ordner mit nur einer datei: ein bild von einem tattoo, das mir so gefällt. ich schau auf meinen körper und seh das tattoo, das mir so gefällt.

morgengärtnern

eines der schlimmsten dinge im sommer: nächtliche mückenzimmermitbewohnerinnen.  um von ihnen zu fliehen, wandere ich ins nächste zimmer. die hoffnung war groß ihnen zu entkommen, doch die realität erwischt mich hart. zu lange spiele ich mit ihnen fangen und zu wenig komme ich zum schlafen. um vier uhr reichts aber dann und ich glaube die wunderwaffe gefunden zu haben: tomatenstrauchgeruch. ich geize aus, was ohnehin längst überfällig gewesen wäre, kann die mitbewohnerinnen damit aber immer noch nicht abwimmeln. der letzte ausweg? ins auto legen. gute nacht!

verwechslungsgefahr

es gibt drei männer, die sehen sich ident gleich. einer ist mein onkel, der andere mein professor. einer sitzt mir gegenüber und ich weiß nicht, wie und ob ich ihn ansprechen soll. ich ignoriere und warte. er geht und ich bleibe. es vergeht zeit und ich habe schon wieder vergessen. später kommt er wieder und mir bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zu kommunizieren. er erkennt mich nicht. jetzt weiß ich, wer er ist.