vorausschauend konsumieren

nur weil es gerade nichts zu tun gibt, heißt es nicht, dass ich essen muss. auch wenn viel essen da ist. ich trinke lieber tee mit gurkenscheiben, da ist auch essen drin.

spoiler: kurz darauf hab ich dann doch gegessen, so wahnsinnig gut wars wirklich nicht.

126-3

während bäume und mästen an mir vorbei rasen, bricht die lethargie wieder aus. erst vor kurzem habe ich bemerkt, gelernt, wie lethargisch ich bin. endlich habe ich das wort für den zustand gefunden, der meinen sonstigen charakter quert.

kein allein zu haus

ich möchte nicht nach hause und ich möchte auch keinen kaffee. ich mag sitzen & schauen & wieder warm werden. aufgeräumt sieht die welt wieder ganz anders aus.

freie zeit, freie fahrt

heute spaziere ich zug. wie lange habe das schon nicht mehr gemacht? lange. und wie lange werde ich das noch machen „können“? nicht lange. und deswegen fahre ich eben. und weil ich sowieso nicht nach hause will.

privileg zeit & geld

wenn ich es mir aussuchen könnte, hätte ich gerne einen balkon. mit pflanzen, ein klein bisschen aussicht und schatten. die füße mögen es nicht warm, sondern angenehm kühl, genauso wie der restliche körper. im winter, wenn es wirklich kalt wird, wäre ein wintergarten nett, wo zitronenmelisse und kumquat wächst und es angenehm warm ist. da sitze ich dann, trinke wasser mit geschmack und schreibe weitere fenstergeschichten.

frei mit e

heute habe ich frei. aber eigentlich wollte ich schreiben: heute hab ich frei. aber das hab ohne das e fühlt sich so… jung an. nicht… erwachsen. und ich kann sagen, wenn man nach dem alter geht, bin ich erwachsen. ich habe zwar überhaupt keine ahnung, was erwachsen heißt und wann das genau anfangen soll, aber ich sage, ich fühle mich so frei – vor allem wenn es ja um den freien tag, die freiheit am tag, geht – und schreibe hab ohne e.

loben und schimpfen

der hund hat gebellt und ich weiß, ich muss ihn sofort loben, auch wenn es für die spaziergeher*innen* als unhöflich empfungen werden kann, wenn von links ein welpe bellt und von rechts ein “braaav” in lieblicher stimme kommt.

ich will eiswürfel holen und finde bloß großes chaos. nichts ist so wie es sich gehört. wie ich es gehören mag. wie es mir gehört. und möchte am liebsten gleich schimpfen. heute aber ist ein guter tag, der hund hat zum ersten mal gebellt!, und da ist schimpfen einfach nicht drin.

nix ist wurscht

ich suche einen neuen alltag, weil mich der alte in den wahnsinn treibt. ich suche einen neuen alltag, aber nicht à la kurz und à la es wird nie wieder so sein wie vorher. sondern, ich suche einen neuen alltag ganz ohne abhängigkeit nach liebe und aufmerksamkeit. ein bisschen wie vorher darf es aber schon auch sein.