der kopf ist groß, der tag ist kurz

während ich im bett liege und nicht einschlafen kann, kommen mir urplötzlich die großen gedanken. konzepte, die richtig erfolgreich werden, projekte, die voller erfüllung übergehen und viel viel machen machen machen. und dann. schlafe ich ein.

side b(e)

ich betrete fremden grund. nicht nur betrete ich ihn, sondern gehe auch noch que(e)rwaldein. ich überlege, wie man „que(e)rwaldein“ auf englisch übersetzen könnte… aber wem soll ich das auf englisch erzählen? ich mache das ja für mich! und ich verstehe ohnehin deutsch. zum glück.

side a

sie ist auf meinem grund. sie ist dort nicht nur, sie liegt. während sie dort liegt und entspannt, hat sie sogar ihre schuhe ausgezogen. zum glück. denn dann kann sie nicht davonlaufen, wenn ich sie schnappen will.

oder, ich habe ihre schuhe.

die meschheit ist ein fluch

jetzt habe ich eine frau gesehen. links von mir. sie geht rauf und ich bin verunsichert. ich bin also nicht alleine hier. und weil ich verunsichert bin, schreibe ich. egal was.

eines nach dem anderen

ich habe in die zukunft investiert. und ich habe wirklich an mich geglaubt. ganz darauf vergessen, grabe ich heute die vielen, leeren seiten wieder aus. und fange an, sie zu befüllen. für die zukunft.

bräunen im winter

ich liege halbnackt in der prallen sonne. neben mir stehen dünne sträucher – ohne grün, ohne bunt – und schützen mich nicht vor fremden blicken. ich kann so schon nicht gut schätzen, aber ohne brille noch weniger, ob mich die wandernden menschen beobachten oder nicht. ich hoffe nicht. trotzdem wundert es mich, dass zwei unter 5-menschen-nicht-gruppierungen seit einigen minuten bloß herum stehen und in meine richtung schauen.

unter dreißig

der gute mix hat seine arbeit getan. zuhause, unterwegs und auch im stern. vor allem im stern. heute macht er seine arbeit in der selbstisolation. (hoffentlich bald wieder unter mehr menschen.)

kein dank

ich stolpere über hass und lande beim ärger. über einen umweg ärgere ich mich nun und frage mich, wieviel muss ich ärgern, bis ich hass erreiche? mir scheint der hass ewig weit weg zu sein, weil zu viel liebe und zu viel anerkennung mitspielt. aber jetzt ärgere ich mich. schon wieder. und frage mich, wieviel noch ärgern, bis ich hass erreiche?

achter märz

frau-sein heißt für mich mensch-sein. aber auch stark sein (müssen). und tolerant sein (müssen). frei sein, laut sein, kritisch sein, respektvoll sein und fair sein (müssen). nachfragen und nachhören und keine rolle spielen (müssen). abenteuerlustig, kreativ und interessiert sein (müssen). die liste könnte noch ewig weiter gehen. aber wenn ich ewig weiter gehe, denke ich an eigentlich auch gar nichts müssen. sein. müssen.

mit trolley macht reisen sehr viel spaß

der riesentrolley steht mitten im raum, und ja, wir wissen alle – oh, wie toll – du warst auf reisen. sags mir! thailand? bali? indien? in den 5 sekunden, in denen du mit mir redest, hast du es mir natürlich gleich sagen müssen. ich gratuliere: neuseeland! wie es mir mit der existenz geht, wie es in der stadt so läuft, in der du jahrelang gewohnt hast, interessiert dich vermutlich nicht, sonst hättest du dich doch erkundigt?!