morgengärtnern

eines der schlimmsten dinge im sommer: nächtliche mückenzimmermitbewohnerinnen.  um von ihnen zu fliehen, wandere ich ins nächste zimmer. die hoffnung war groß ihnen zu entkommen, doch die realität erwischt mich hart. zu lange spiele ich mit ihnen fangen und zu wenig komme ich zum schlafen. um vier uhr reichts aber dann und ich glaube die wunderwaffe gefunden zu haben: tomatenstrauchgeruch. ich geize aus, was ohnehin längst überfällig gewesen wäre, kann die mitbewohnerinnen damit aber immer noch nicht abwimmeln. der letzte ausweg? ins auto legen. gute nacht!

verwechslungsgefahr

es gibt drei männer, die sehen sich ident gleich. einer ist mein onkel, der andere mein professor. einer sitzt mir gegenüber und ich weiß nicht, wie und ob ich ihn ansprechen soll. ich ignoriere und warte. er geht und ich bleibe. es vergeht zeit und ich habe schon wieder vergessen. später kommt er wieder und mir bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zu kommunizieren. er erkennt mich nicht. jetzt weiß ich, wer er ist.

no asses to assess

wichtig ist, dass das untergatti sitzt. gut sitzt. nicht juckt, nicht reizt, nicht zwickt, sondern anschmiegt und unsichtbar spielt. wenn kein sauberes mehr da ist, einfach keines. das ist von haus aus unsichtbar.

eine zumutung

der doktor sagt es ist gut für dich. auch wenn sie riechen wie gemüsebrühe – sie sollen gesund sein und deswegen nimmst du sie. wenn die krankheit verheilt ist, deponierst du die gemüseriechende medizin in die tablettenlade und verpestet damit auch die pflasterreste, die sich darin verstecken.

brauchst du später mal ein pflaster, darfst du dich mit gemüsebrühegeruch schmücken, weil sich das pflaster zu stark einparfümiert hat. ob du damit den geruchscontest gewinnst, ist fraglich.

während ich die äpfel vom baum schäle um einen apfelstrudel mit rosinen zu produzieren, gesteht mir mein lieber bruder, dass er weder rosinen noch gekochte äpfel mag. ich lass mich nicht beirren und konzentriere mich auf die zubereitung. wir diskutieren geschmäckerfragen und ich bemerke ganz stolz, dass mich nichts einfallen würde, das mir nicht schmeckt. so lange es gut für meinen körper ist, sage ich, schmeckt es mir auch. ich bin ganz erstaunt, dass mir wirklich alles schmeckt und gehe zufrieden ins bett. zum frühstück deckt mir mein lieber bruder den tisch mit orangenmarmelade. die restliche familie schwärmt davon, deshalb muss ich sie wohl auch probieren, denke ich. sie ist sicher gut für meinen körper, aber alles andere für meinen gaumen. mit zweimal so viel erdbeermarmelade darüber jedoch auch erträglich.

i tried it all

Backpack – Super, wenn auf Reisen.

Umhängetasche – Super, wenn von Skunkfunk.

Eastpak – Super, wenn nicht gestohlen.

kleine Handtasche – Super in Serien!

große Handtasche – Super, wenn nicht in den Händen.

Trolley : Immer Scheiße!!!

schuld ist die blühende fantasie // no thieve

es ist rot, er überquert aber trotzdem. nervös blickt er nach hinten über seine linke schulter. wird er verfolgt? ist er auf der flucht? ein auto hubt ihn an und flucht über fußgänger. er ist der gefahr auf der straße ausgesetzt. er wird wohl keine andere wahl haben. ist er ein dieb? ein dieb mit aktentasche und gegelten haaren? sein letzter blick über die linke schulter und er läuft. schnell.

dann überquert der bus.

people everyday

ich zähle die münzen. die summe ist mehr als ich denke, aber vermutlich immer noch zu wenig, um das busticket zu zahlen. mit schein zahlen scheint aber zu sophisticated. während ich über scheinzahlung in öffis nachdenke, brauscht der öffi daher. „3,20 bitte“ wow yeah wow yeah. genau!